Um kurz vor neun am Samstag, dem 29.07.2017 wurde die Feuerwehr Mertesdorf auf die Gemarkung Grüneberg-Friedrichshof in Mertesdorf alarmiert. Einsatzstichwort war zunächst „Auslaufende Betriebsstoffe nach Verkehrsunfall“. Die Lage, die sich den zuerst eintreffenden Einsatzkräften bot, war zunächst unübersichtlich. Ein PKW, der sich augenscheinlich überschlagen hatte, lag auf dem Dach. Etwas links davon lag ein Bus halb auf der Seite und begrub einen PKW unter sich. Ein weiteres Fahrzeug war von hinten auf den Bus aufgefahren. Es waren viele Verletzte zu erwarten.


Bei dieser Alarmübung des Landkreises Trier-Saarburg der Feuerwehr und des Rettungsdienstes in der Nähe der 41. Technischen Dienststelle der Bundeswehr handelte es sich um ein Szenario, das keiner im Realfall erleben möchte.
Der erste Gruppenführer vor Ort erkundete mit seinem Melder die Einsatzstelle. Er forderte nach der Erkundung sofort weitere Kräfte der Feuerwehr. Da der Bus voll besetzt war, wurde auch Unterstützung durch den Rettungsdienstes angefordert. Die Leitstelle alarmierte weitere Wehren aus der Verbandsgemeinde Ruwer sowie den Rüstzug aus Schweich. Im Verlauf der Übung wurden alle Wehren des unteren Ruwertals eingesetzt. Für alle SEG-Einheiten des Rettungsdienstes des Landkreises Trier-Saarburg wurde ebenso Großalarm ausgelöst.
Schnell wurde zeitgleich die Rettung der Verletzten aus den PKW und dem Bus eingeleitet. Zusätzlich wurde der Brandschutz sichergestellt und auslaufende Betriebsstoffe aufgefangen.

Da einige der knapp 50 Verletzten in den Autos und dem Bus eingeklemmt waren, mussten Schere und Spreizer zur Rettung eingesetzt werden. Eine verletzte Person wurde mit der Drehleiter der Feuerwehr Schweich aus dem Bus gehoben.
Unter den teilweise schwer verletzten Personen waren viele Kinder und Jugendliche sowie eine schwangere Frau, die bereits in den Wehen lag. Der Rettungsdienst übernahm die Verletzten und nahm eine Einteilung in die drei Kategorien „leicht verletzt“, „mittelschwer verletzt“ und „schwer verletzt“ vor. Im Realfall wären ebenfalls einige Rettungshubschrauber mit Notärzten vor Ort gewesen. Die schwer- und mittelschwer Verletzten wurden zuerst abtransportiert und in die umliegenden Krankenhäuser gebracht.
Die Idee für die ca. dreistündige Großübung hatte Frank Rohde, der Wehrleiter der Verbandsgemeinde Ruwer. Ziel der Übung war es, die Abläufe bei Großschadenslagen zu festigen und mögliche Schwierigkeiten zu erkennen.


Von Seiten der Feuerwehr waren insgesamt 90 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Mertesdorf, Schweich/Issel, Waldrach, Schöndorf, Kasel, Riveris, und Morscheid beteiligt. Ebenfalls waren die Führungsstaffel VG Ruwer, die Lotsengruppe VG Ruwer, die Wehrleitung VG Ruwer, die Technische Einsatzleitung des Landkreises Trier-Saarburg sowie der Kreisfeuerwehrinspekteur vor Ort.
Von Seiten des Rettungsdienstes wurden Einheiten der SEG Malteser Schöndorf/Konz, Föhren und Waldrach, die SEG DRK-Einheiten aus Saarburg, Ehrang, Schweich, Hochwald, sowie die DRK-Führungsstaffel mit Einsatzleitwagen und der Organisatorische Leiter und Leitender Notarzt Dr. Block eingesetzt. Insgesamt waren ca. 50 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes im Einsatz.
Das Team der „Realistischen Unfalldarstellung“ des DRK Landesverbands Rheinland-Pfalz nahmen mit rund 60 Personen teil. Sie stellten und schminkten die Verletzten sehr realistisch.
Alles in Allem war die Übung sehr interessant und wir haben alle wertvolle Erfahrungen sammeln können. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Organisatoren der Übung.